Vier Orte, vier Stimmungen und ein Frankreich, das überrascht
Es gibt dieses Frankreich, das wir alle zu kennen glauben. Paris am frühen Morgen, ein Café auf der Terrasse, Lavendelfelder in der Provence und das Blau der Côte d’Azur. Doch Frankreich hat noch viele andere Seiten. Und genau dort wird es spannend.
Gemeinsam mit Atout France richtet NewMagz den Blick auf vier Reiseziele, die kaum verschiedener sein könnten. Im Futuroscope bei Poitiers treffen Fantasie und Technik aufeinander. Die Vendée lockt dagegen mit Atlantik, langen Stränden und viel Natur. Nîmes verbindet römische Geschichte mit dem leichten Leben des Südens. Und Besançon zeigt, wie schön es sein kann, sich einfach Zeit zu nehmen.
Futuroscope: Willkommen in der Zukunft
Schon die Architektur zeigt, dass dieser Ort anders ist. Große Flächen aus Glas spiegeln den Himmel. Ungewöhnliche Gebäude tauchen am Horizont auf. Und hinter jeder Ecke wartet eine neue Welt.
Das Futuroscope bei Poitiers ist heute viel mehr als ein Freizeitpark. Unter dem Namen Futuroscope Xperiences ist ein ganzes Resort entstanden. Hier treffen Technik, Wissen, Fantasie und Unterhaltung aufeinander. Neben vielen Attraktionen gibt es auch Themenhotels und den Wasserpark Aquascope. So lässt sich ein Besuch leicht mit einem kurzen Urlaub verbinden.
Staunen mit allen Sinnen
Auch 2026 gibt es viel Neues zu entdecken. La Serre des Mondes führt die Gäste in eine bunte Pflanzenwelt. Sie reagiert auf Licht, Bewegung und Berührung. Zudem gehören Klänge und Düfte zum Erlebnis. Dadurch entsteht eine Welt, die sich fast lebendig anfühlt.
Auch Dinosaurier spielen eine Rolle. Bei T. Rex wird der berühmte Urzeitriese auf einer großen 6K Kuppel zum Leben erweckt. So kommt man ihm näher, als man es wohl im echten Leben möchte.
Doch das Futuroscope lebt nicht nur von Technik. Viel wichtiger ist das Gefühl dahinter. Denn hier dürfen Erwachsene genauso staunen wie Kinder. Und vielleicht macht gerade das den Ort so besonders.
Weitere Informationen:
https://www.futuroscope.com/fr/
Vendée: Barfuss am Atlantik
Nach so viel Zukunft tut die Weite des Meeres gut. An der französischen Atlantikküste wartet die Vendée mit einem ganz anderen Lebensgefühl.
Hier gibt es lange Strände, Dünen, Pinienwälder und kleine Häfen. Dazu kommen Inseln und Salzwiesen. Der Wind riecht nach Meer, während am Horizont oft nur Wasser zu sehen ist.
Der Tag kann mit einer Radtour beginnen und barfuss am Strand enden. Dazwischen bleibt Zeit für Austern, frischen Fisch oder ein Glas Wein. Und vor allem bleibt Zeit, um einmal nichts zu planen.
Noirmoutier: Leben mit den Gezeiten
Besonders schön zeigt sich dieses Gefühl auf Noirmoutier. Die Insel ist für ihre Strände und Salzgärten bekannt. Doch auch der Passage du Gois macht sie besonders.
Diese Straße verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Flut verschwindet sie jedoch unter dem Meer. Deshalb richtet sich hier nicht alles nach der Uhr. Stattdessen bestimmen die Gezeiten den Alltag.
Auch die Île d’Yeu ist einen Besuch wert. Kleine Buchten, Felsen und weiße Häuser prägen die Insel. Dadurch wirkt sie an vielen Orten noch ruhig und ursprünglich.
Zwischen Segeln und stiller Natur
Weiter südlich liegt Les Sables d’Olonne. Der Badeort ist nicht nur wegen seines langen Strandes bekannt. Hier startet auch die Vendée Globe, eine der berühmtesten Regatten der Welt. Die Segler umrunden dabei allein und ohne Zwischenstopp den Globus.
Wer es ruhiger mag, findet im Marais Poitevin eine andere Welt. Kleine Boote gleiten durch grüne Kanäle, während Bäume Schatten spenden. Plötzlich wird alles langsamer.
Genau darin liegt der Reiz der Vendée. Es gibt viel zu erleben. Doch niemand zwingt einen dazu. Man darf auch einfach bleiben, schauen und das Meer hören.
Weitere Informationen:
https://www.in-vendee.com/
Nîmes: Ein bisschen Rom und viel Südfrankreich
In Nîmes begegnet man der Geschichte fast überall. Doch sie versteckt sich nicht hinter Museumstüren. Stattdessen gehört sie ganz normal zum Leben der Stadt.
Mitten im Zentrum steht die Maison Carrée. Der römische Tempel ist sehr gut erhalten und gehört seit 2023 zum UNESCO Welterbe. Nur wenige Minuten entfernt liegt das große Amphitheater.
Dazwischen geht das Leben weiter. Menschen sitzen in Cafés, kaufen auf Märkten ein oder treffen sich auf den Plätzen. So entsteht eine Mischung aus Geschichte und modernem Alltag.
Südliches Leben zwischen alten Mauern
Nîmes liegt im Süden und das spürt man. Das Licht ist warm, die Plätze laden zum Sitzen ein und in den Gassen findet man viele kleine Cafés und Restaurants.
Am Nachmittag lohnt sich ein Spaziergang durch die Jardins de la Fontaine. Danach ist Zeit für einen Apéro in der Altstadt. Und wenn die Hitze des Tages langsam nachlässt, beginnt der Abend am besten auf einer Terrasse.
Gerade diese Mischung macht Nîmes so angenehm. Man kann viel sehen, muss aber nicht von Ort zu Ort hetzen.
Ein Ausflug zum Pont du Gard
Wer noch mehr römische Geschichte erleben möchte, fährt zum Pont du Gard. Das bekannte Aquädukt liegt rund 40 Kilometer von Nîmes entfernt.
Fast zwei Jahrtausende sind vergangen und trotzdem beeindruckt das Bauwerk noch heute. Zugleich liegt es in einer schönen Landschaft. Deshalb lohnt es sich, für den Besuch etwas mehr Zeit einzuplanen.
Danach geht es zurück nach Nîmes. Denn dort wartet bereits das moderne Südfrankreich mit gutem Essen und einem Glas Wein.
Weitere Informationen:
https://nimes-tourisme.com
Besançon: Die Kunst, sich Zeit zu nehmen
Manche Städte wollen sofort beeindrucken. Besançon ist anders. Die Stadt wirkt ruhiger und genau das macht ihren Charme aus.
Der Fluss Doubs zieht eine große Schleife um die Altstadt. Hoch darüber liegt die Zitadelle von Vauban. Ihre Festungsanlagen gehören zum UNESCO Welterbe.
Doch Besançon besteht nicht nur aus Geschichte. Die Stadt ist auch überraschend grün. Parks, Bäume und die Nähe zur Natur gehören hier zum Alltag. Deshalb fühlt sich Besançon oft entspannter an als viele andere Städte.
Eine Stadt und ihre Uhren
Besançon hat zudem eine besondere Verbindung zur Zeit. Die Stadt gilt als ein wichtiges Zentrum der französischen Uhrmacherei.
Über viele Jahre arbeiteten hier Uhrmacher an kleinen Rädern, Federn und feinen Teilen. Dadurch wurde die Uhrmacherei ein Teil der Stadtgeschichte.
Als Gast darf man die Uhr jedoch ruhig vergessen. Denn Besançon lässt sich am besten ohne Eile entdecken.
Genuss ohne festen Plan
Ein Spaziergang am Doubs ist ein guter Anfang. Danach geht es durch die Gassen der Altstadt oder hinauf zur Zitadelle. Zwischendurch findet sich fast immer ein Café für eine Pause.
Auch kulinarisch lohnt es sich, länger zu bleiben. Die Küche der Franche Comté ist bodenständig und voller Geschmack. Dazu passen die Weine aus dem nahen Jura.
Und wer noch mehr Natur sucht, muss nicht weit fahren. Wälder, Seen, Wasserfälle und Weinberge liegen praktisch vor der Tür. So lässt sich eine Städtereise leicht mit ein paar ruhigen Tagen in der Natur verbinden.
Weitere Informationen:
https://www.besancon-tourisme.com
Vier Reisen, ein Frankreich
Was haben diese vier Orte gemeinsam? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel. Doch gerade das macht die Reise spannend.
Im Futuroscope schaut Frankreich nach vorn. In der Vendée gibt das Meer den Rhythmus vor. In Nîmes gehört die Vergangenheit zum Alltag. Und in Besançon merkt man, wie gut es tun kann, die Uhr für eine Weile zu vergessen.
Frankreich muss sich also nicht neu erfinden, um immer wieder zu überraschen. Denn oft reicht es schon, die bekannten Wege zu verlassen.
Und manchmal beginnt die schönste Reise genau dort, wo man eigentlich gar nicht hinwollte.





































