Interview mit Alexander und Justė von Mara Zürich über moderne Haarmedizin, Diagnostik und innovative Therapien gegen Haarausfall
Haarausfall betrifft Millionen Menschen – Männer ebenso wie Frauen. Während früher oft erst reagiert wurde, wenn kahle Stellen sichtbar waren, setzt die moderne Haarmedizin deutlich früher an. Die Zürcher Spezialklinik Mara verfolgt einen datenbasierten und medizinisch fundierten Ansatz, um die Ursachen von Haarausfall präzise zu identifizieren und individuell zu behandeln.
Im Gespräch erklären Alexander, Mitgründer von Mara Zürich, und die medizinische Leiterin Justė, warum eine frühzeitige Diagnose entscheidend ist, welche Behandlungsmöglichkeiten gegen Haarausfall tatsächlich wissenschaftlich belegt sind und weshalb Haartransplantationen häufig nicht die endgültige Lösung darstellen.
Was macht Mara Zürich anders als klassische Anbieter?
Viele Menschen mit Haarausfall wenden sich zunächst an Hausärzte, Dermatologen oder ästhetische Praxen. Oft werden jedoch nur einzelne Aspekte betrachtet. Mara Zürich kombiniert medizinische Diagnostik, Blutanalysen, digitale Haaranalysen und regenerative Therapieverfahren zu einem ganzheitlichen Behandlungskonzept.
„Unser Ziel ist nicht nur, Symptome zu behandeln, sondern die Ursache des Haarausfalls zu verstehen“, erklärt Alexander. „Je früher wir eingreifen, desto größer sind die Chancen, vorhandenes Haar langfristig zu erhalten.“

Warum ist eine genaue Diagnose bei Haarausfall so wichtig?
Nach Ansicht von Justė beginnt jede erfolgreiche Behandlung mit einer präzisen Diagnose. Viele Ursachen können zu Haarverlust führen:
- Genetisch bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
- Hormonelle Veränderungen
- Stress und psychische Belastungen
- Nährstoffmängel
- Erkrankungen und Infektionen
- Medikamentöse Einflüsse
Bei Mara Zürich erfolgt daher zunächst eine ausführliche Anamnese, gefolgt von einer digitalen Kopfhaut- und Haaranalyse sowie umfassenden Blutuntersuchungen.
Welche Behandlung hilft wirklich gegen Haarausfall?
Eine häufig gestellte Frage lautet: Welche Therapie gegen Haarausfall wirkt tatsächlich?
Laut Mara gibt es mehrere wissenschaftlich belegte Behandlungsoptionen:
PRP (Platelet-Rich Plasma)
PRP ist eine regenerative Therapie, bei der aus dem Eigenblut des Patienten eine thrombozytenreiche Plasmalösung gewonnen und in die Kopfhaut injiziert wird. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren können die Aktivität der Haarfollikel stimulieren, die Durchblutung verbessern und die Wachstumsphase der Haare verlängern. Studien zeigen insbesondere bei androgenetischem Haarausfall eine Verbesserung der Haardichte und Haardicke.
Autologe Exosomen
Autologe Exosomen sind mikroskopisch kleine Signalvesikel, die aus körpereigenen Blutbestandteilen gewonnen werden. Sie enthalten Wachstumsfaktoren, Proteine und regulatorische Botenstoffe, welche die Zellkommunikation fördern und regenerative Prozesse im Bereich der Haarfollikel unterstützen können.
Minoxidil
Minoxidil ist ein medikamentöser Wirkstoff, der meist als Lösung oder Schaum direkt auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Er fördert die Durchblutung der Haarfollikel, verlängert die Wachstumsphase der Haare und kann die Miniaturisierung der Haarwurzeln verlangsamen.
Finasterid
Finasterid reduziert die Wirkung des Hormons DHT, das bei genetischem Haarausfall eine zentrale Rolle spielt.

Betrifft Haarausfall nur Männer?
Nein. Ein weit verbreiteter Irrtum besteht darin, dass Haarausfall hauptsächlich Männer betrifft.
Nach Angaben von Mara Zürich sind derzeit rund 65 Prozent der Patientinnen und Patienten Frauen. Besonders hormonelle Veränderungen, Stress, Eisenmangel oder diffuse Formen des Haarverlusts führen bei Frauen häufig zu einer starken psychischen Belastung.
Ist eine Haartransplantation die endgültige Lösung?
Viele Menschen betrachten eine Haartransplantation als dauerhafte Lösung. Die Experten von Mara sehen dies differenzierter.
Eine Haartransplantation ersetzt zwar verlorene Haare, behandelt jedoch nicht die Ursache des Haarverlusts. Ohne begleitende Therapie können die umliegenden, genetisch empfindlichen Haare weiterhin ausfallen.
Deshalb empfiehlt Mara, zunächst alle konservativen und regenerativen Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen und eine Transplantation erst als letzten Schritt zu betrachten.
Warum frühes Handeln entscheidend ist
Der wichtigste Faktor für den Behandlungserfolg ist laut den Experten der Zeitpunkt.
Solange Haarfollikel noch aktiv sind, können moderne Therapien den Haarausfall häufig verlangsamen, stabilisieren oder teilweise verbessern. Sind die Haarwurzeln hingegen dauerhaft verloren, sind die Möglichkeiten deutlich eingeschränkt.
Deshalb gilt: Wer erste Anzeichen von Haarausfall bemerkt, sollte nicht abwarten, sondern frühzeitig eine spezialisierte Diagnose in Anspruch nehmen.
Fazit
Die Zukunft der Haarmedizin liegt in Prävention, Individualisierung und datenbasierter Diagnostik. Mara Zürich verfolgt genau diesen Ansatz und verbindet moderne Technologie mit medizinischer Expertise.
Die wichtigste Botschaft des Gesprächs lautet: Haarausfall muss heute nicht mehr einfach hingenommen werden. Je früher die Ursachen erkannt werden, desto besser sind die Chancen, das natürliche Haar langfristig zu erhalten und invasive Eingriffe zu vermeiden.
Weitere Informationen:
www.mara.care





































